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Der Online-Shop sieht keinen Kunden mehr: AI-Shopping

  • Autorenbild: Jürg Stuker
    Jürg Stuker
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

An einer Tagung des Handelsverband spreche ich zu: AI Shopping - the Age of Agents. Online-Shops sehen keine Kunden mehr, können diese nicht beraten und steuern keinen Check-out.



Die harmlose Version davon ist die Fähigkeit von KI-Agenten -- beispielsweise OpenAI Operator -- in meinem Auftrag einzukaufen. Knackiger ist aber Perplexity’s «Buy with Pro», der nicht mal ein Agent braucht, aber alles im Chat und über API erledigt.



Im Video zeige ich (die Funktion gibt es zurzeit erst in den US), wie der gesamte Such- und «One-Click-»Kaufprozess innerhalb des Chats von Perplexity stattfindet. Selbst Lieferadresse und Zahlungsmittel sind im Profil von Perplexity hinterlegt. Die Übermittlung der Bestellung findet nicht über die Web-Schnittstelle statt, aber über ein API, welche ich dem System zur Verfügung stelle (Shopify bietet die Integration übrigens schon an).


Was bedeutet das für Online-Shops?


Online-Shops sehen keinen Kunden mehr, werden aber zu einem «logistics monkey», der Daten zur Verfügung stellt und die Lieferung sicherstellt. Keine Nutzungsschnittstelle für Suche, Auswahl und Kauf. Als Betreiber verliere ich jegliche Beeinflussung und Messbarkeit innerhalb dieser Prozessschritte.



Wenn sich dieses Nutzerverhalten durchsetzen wird (die JAMES-Studie 2024 weist darauf hin, dass es geschehen könnte), werden auch gängige Ansätze um Online-Reichweite zu erzeugen – SEO und SEM – nutzlos. Perplexity entscheidet, welches Produkt empfohlen wird und Perplexity entscheidet, welcher Lieferant zum Zug kommt.


Was tun?


Viel wissen wir über die Präferenzen von Perplexity noch nicht. Einem Kauf mit OpenAI Operator gibt es aber ein paar Hinweise. Die KI scheint Ratings, Tests und soziale Signale für die Rangierung zu mögen. Zudem mag sie nicht navigieren, nutzt aber die interne Suche des Shops und bevorzugt auch sonst Effizienz. Schnell ladende Seite und die Einhaltung der Richtlinien für Barrierefreiheit (einfache visuelle und nicht-visuelle Navigierbarkeit) scheinen von Vorteil zu sein. Schlechte Neuigkeiten bei OpenAI Operator ist zudem, dass aktuell Bing als Suche genutzt wird. Vielleicht müsste man sich seine Platzierungen dort nun doch mal anschauen ;).


Bekämpfen oder umarmen?

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